Rassehunde Info

Informationen zu Rassehunden

Deutscher Klub für französische Bulldoggen (DKFB e.V.)

www.dkfb.de

Die Verbesserung der Rasse und die Zucht gesunder Bullys ist unser höchstes Ziel.
Im Laufe der Zeit wurden unsere Bullys immer mehr in einen Körper gezwungen, der es
ihnen immer weniger ermöglichte, in diesem Körper gut und gesund zu leben.
Durch Übertypisierung des Standards, von ehrgeizigen Züchtern hervorgerufen, vom FCI und
angeschlossene Verbänden unterstützt, weil lange Zeit nur noch diese übertypisierten Bullys
die höchsten Bewertungen auf Ausstellungen bekamen.
Und nur mit der höchsten Bewertung kann dort ein Hund in die Zucht gehen. Hier geht es
um den Phänotyp (äusseres Erscheinungsbild) und nicht um die gesundheitlichen Belange.
Denn ein übertypisierter Bully kann nicht gesund sein, sein Körper erlaubt es ihm nicht
mehr! Hier wurde über Jahre und Jahre Schindluder an unserer Rasse getrieben:
Die Köpfe wurden immer grösser, die Nase sollte möglichst nahe bei den Augen liegen, einen
Fang als solchen hatte man schon so gut wie weggezüchtet. Die Atemwege wurden damit
verkürzt und und machten unserer Rasse das Leben immer schwerer. Hinzu mussten sie
möglichst tief und kurz sein, ebenso wurde die Rute immer kürzer und verkrüppelte
langsam, was dem gesamten Bewegungsapparat schadete. Dadurch, dass die Rasse immer
kürzer wurde und durch die verkrüppelte Rute, adaptierten sich die Wirbel an die neue
Körperlänge und schoben sich keilförmig zusammen.
Wir konnten da nicht länger zusehen und setzen alles an die Verbesserung der Rasse. Dieses
ist ein langer Weg, den wir eingeschlagen haben und wir können schon gute Erfolge in der
Rasseverbesserung vorweisen

Unsere Bullys im DKFB sollen wieder länger werden, auch nicht mehr so tief, sie sollen
wieder eine richtige Nase haben und einen Fang.
Unsere bisherigen Zuchterfolge bestätigen unsere Arbeit. Wir können nicht in 6 Jahren die
Sünden, die an unserer Rasse begangen wurden, wieder rückgängig machen….aber wir sind
auf dem richtigen Weg, wie wir an unseren Nachzuchten sehen

Bullys, die im DKFB in die Zucht gehen, müssen einen Marathon* an Untersuchungen
durchlaufen, bevor sie zur Zuchttauglichkeit gelangen.
Unsere Verpaarungen werden immer mit unterschiedlichen Phänotypen vorgenommen, da
wir ja, neben der gesundheitlichen Belange, trotzdem den kleinen Molosser züchten wollen.
Bloss hier ganz eindeutig nach dem Motto: Weniger ist mehr!! Auch uns kann es passieren,
dass auch einmal ein übertypisierter Welpe fällt, dazu steckt einfach viel zuviel in der Rasse
drin, das lässt sich nicht in 6 Jahren wieder gutmachen.
Der Weg ist weit, aber wir sind auf dem richtigen Weg, und gehen ihn weiter. Unbeirrt und
erhobenen Hauptes!!!
*

Zu den vorgeschriebenen Untersuchungen unserer Zuchttiere,
oder was der DKFB zur Verbesserung der Rasse tut:

(in unserer Zuchtordnung gibt es keine „Gummi-Paragraphen“ und Ausnahmeregelungen die
einzelne Personen – egal ob Zuchtwart, Vorstand oder Verbandsorgane – genehmigen können)

Was ist……….
…..ein Keilwirbel:
Der Begriff Keilwirbel besagt, dass ein Wirbel von der normalen Form abweicht. Ein Wirbel hat in der
seitlichen Ansicht einer Röntgenaufnahme einen annähernd rechteckigen Querschnitt. Die Vorder-
und die Hinterkante sind gleich hoch, Grund- und Deckplatte gerade. Wird die Vorderkante deutlich
niedriger als die Hinterkante, sprechen wir von einem Keilwirbel. Wir klassifizieren die Keilwirbel
entsprechend der Abweichung von der Norm. Keilwirbel unterschiedlichen Grades sind bei über 90
aller Französischen Bulldoggen nachgewiesen.
Diagnostik: Röntgenaufnahme.
Vererbbarkeit: kein wissenschaftlicher Nachweis.
Klinik: kein wissenschaftlicher Nachweis.
Therapie: Es gibt keine Therapie zur Beseitigung eines Keilwirbels.
Unsere Maßnahmen im DKFB: Kontrollierte Verpaarungen und Untersuchungspflicht der Zuchttiere
und der Nachzuchten, jetzt bereits über mehrere Generationen, mit ggf. entsprechenden
züchterischen Maßnahmen. Inauftraggabe einer wissenschaftlichen Studie an die TIHO Hannover.

…..Patella-Luxation:
Eine Patella-Luxation bedeutet eine Verlagerung der Kniescheibe aus ihrer
Gleitrinne im Oberschenkelknochen, sie ist ein weit verbreitetes Problem bei vielen Kleinrasen.
Eine zu flach ausgebildete Gleitrinne und Abweichungen in der Knochenachse zwischen Ober- und
Unterschenkel stehen häufig in Verbindung mit der Luxationen der Kniescheibe. Die Erkrankung ist
meist nicht von Geburt an vorhanden, sondern entwickelt sich während des Wachstums innerhalb des
ersten Lebensjahres. Wir klassifizieren die Patella-Luxation in vier unterschiedliche Grade.
Diagnostik: Palpation am liegenden und stehenden Tier.
Vererbbarkeit: ja.
Klinik: Je nach Schweregrad der Luxation Gelenkentzündungen, Knorpelschäden, Lahmheiten.
Therapie: In schweren Fällen Operation des Kniegelenkes, in der die Gleitrinne vertieft und die
Ansatzstelle des geraden Kniescheibenbandes versetzt werden.
Unsere Maßnahmen: Zuchteinschränkung bei Patella 1, Zuchtausschluss ab Patella 2.
…ein Entropium:
Bei einem Entropium rollt sich der freie Lidrand teilweise oder über die gesamte Länge nach innen. In
den meisten Fällen ist das Unterlid betroffen. Umgangssprachlich wird das Entropium auch „Roll-Lid“
genannt.
Diagnostik: Untersuchung durch Inaugenscheinnahme.
Vererbbarkeit: ja.
Klinik: Tränende Augen, Schmerzhaftigkeit mit Zukneifen und Blinzeln, Bindehaut- und
Hornhautentzündungen bis hin zu einem Hornhautgeschwür mit Verlust des Auges..
Therapie: Operation im Erwachsenenalter.
Unsere Maßnahmen: Zuchtausschluss
……ein Ektropium:
Das Ektropium äussert sich durch ein starkes Herunterhängen der Augenlider.
Diagnostik: Untersuchung durch Inaugenscheinnahme.
Vererbbarkeit: ja.
Klinik: chronische Bindehautentzündungen, keine Schutzfunktion der Augenlider,
Hornhautverletzungen.
Therapie: ggf. Operation im Erwachsenenalter.
Unsere Maßnahmen: Zuchtausschluss
……Distichiasis:
Bei der Distichiasis handelt es sich um wimpernartige, feine Haare, welche aus den Talgdrüsen des
Lidrandes heraus in Richtung des Auges wachsen.
Diagnostik:
Untersuchung mit einer Spaltlampe (vergrösserte Lichtquelle).
Vererbbarkeit: ja.
Klinik: Vermehrter Tränenfluss, vermehrte Rötung der Bindehäute, dauerhafter Reiz der Hornhaut,
Hornhaugeschwüre.
Therapie:Epilation.
Unsere Maßnahmen: Zuchtausschluss
……Katarakt:
Bekannt als „Grauer Star“ bezeichnet eine Trübung der Linse im Auge bishin zur Erblindung.
Diagnostik:Spaltlampenuntersuchung.
Vererbbarkeit:
ja, sofern nicht erworbendurch unterschiedliche Einflüsse.
Klinik: Zunehmender Sehverlust, Ablösung der Linse was zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks
(Glaukom)führt.
Therapie:
der Fortschritt ist nicht aufhaltbar, ggf. Einsetzen einer Kunstlinse.
Unsere Maßnahmen: Zuchtausschluss
Und was an Untersuchungen imDKFB e.V. noch vorgeschrieben ist…..
(die standardmässigen Zuchtausschlüsse werden hier natürlich nicht gesondert angeführt –
Ebenso, dass bei unklaren Einschränkungen der zur ZTP vorgestellten Tiere grundsätzlich keine
Zuchtzulassung erfolgt)
Zahnstatus
Dilutionstest (bei Fawn und Schecken-Zuchttieren)
Herzultraschall
Abstammungsnachweis(DNA-Test)
HD oder ED – Begutachtung bei Verdacht(Eltern-Tiere und Nachzuchten)
Zwingende Röntgenuntersuchung der Nachzuchten auf Keilwirbel
Unsere Zuchtbedingungen werden regelmässig den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst.

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14. Dezember 2009 - Posted by | -DA_Unterstützer, Bouledogue français, Franz. Bulldogge | , ,

2 Kommentare »

  1. Hallo,
    meine ganz große Hochachtung für die Bemühungen dieses Vereins. Wieder ein Schritt weiter in die richtige Richtung, es wird den Hunden helfen. Es sollte Schule machen und ich hoffe, daß sich nach und nach immer mehr Gedanken über das Thema Vermeidung von Qualzuchten Gedanken machen.
    Nochmals ein großes Lob für diesen Verein!!

    MfG
    Kirsten Schiemann

    Kommentar von Kirsten Schiemann | 14. Dezember 2009 | Antwort

  2. Hallo, wir haben das grosse Glück gehabt einen Welpen zu bekommen, der von Gisa und Wolfgang Riegers Kennel stammt, eine Swabian Pearl, Gründer des DKFB. Auch wir haben uns vor der Entscheidung zu einer Französischen Bulldogge ausreichend informiert, leider aber auch feststellen müssen, das es vielen nicht um den gesunden und vitalen Bully geht, sondern viel mehr der Ertrag eine Rolle spielt. Unsere kleine My fair Lady hat ein tolles Schnäuzchen (ausgeprägt und immer noch so wie ein gesunder Bully sein soll), ist agil, röchelt überhaupt nicht(!!!!!) und ist einfach traumhaft anzusehen. Es lohnt sich immer, vor allem und ausschliesslich zum Wohle dieser zauberhaften Wesen, Vermehrer und unverantwortliche Züchter zu boykotieren! Viele Grüße aus Ochsenfurt, Kerstin Neumann und Familie

    Kommentar von Kerstin Neumann | 17. Dezember 2009 | Antwort


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